Der große Pool des Makadi Oasis, Makadi Bay, Ägypten

Reisebericht aus unserem Urlaub im Iberotel Makadi Oasis Resort, Makadi Bay, Hurghada, Ägypten

17 - 31. August 2002 von Renée und Frank

Kein Menü? Hier geht's zur Startseite

Reisebericht Makadi Oasis Resort
(ergänzt im Januar 2004)

Dieses Jahr entschieden wir uns mit Frank's Kindern Urlaub zu machen. Es sollte eine AI Club-Anlage sein, damit auch die Kinder auf Ihre Kosten kommen und wir Erwachsene nicht ständig auf Fragen, ob sie sich was zu trinken holen können etc. antworten müssen. Wir entschieden uns nach einigen Recherchen für das Hotel Makadi Oasis Family Resort und waren begeistert. Die Makadi Bay liegt 30km südlich von Hurghada und somit abseits von Fluglärm, Nepp und Trubel, allerdings auch einsam inmitten des Nichts ohne Shoppingmeile und Lokalen. Seit 2003 gibt es aber ein Zentrum mit Lokalen und Geschäften .

Als wir leider um 5.30 Uhr morgens im Hotel ankamen (*&%§$ Nachtflug), war das Einchecken vom Hotel super organisiert. Man empfing uns mit Getränken und ein Frühstück stand für uns auch schon bereit. Keine 20 Minuten später konnten wir bereits unsere Junior-Suite beziehen. Das Zimmer besteht aus Bad mit Dusche und vorhandenem Fön, das Schlafzimmer aus 2 (zusammenschiebbaren) Betten, Fernseher und Kühlschrank. Die Kinder konnten wir in einem Separée (umgebaute Sitzecke) unterbringen, der mit einem Vorhang zum Schlafzimmer zu trennen war. Also genug Platz für alle. Nach ein wenig Schlaf machten wir uns dann auf Entdeckungstour bzw. die Hotelleitung bot eine Führung durch die Anlage nebst Strandbesuch an. Die Anlage entspricht von ihrem Erscheinungsbild, dem Service, dem Essen etc. vollständig einer echten **** Anlage wie man es z.B. aus Spanien kennt. Zu bemängeln fanden wir nichts. Auch in den letzten Tagen nicht. Wir wurden immer wieder vom Personal befragt, ob wir auch mit allem zufrieden seien.

Vormittags verbrachten wir unsere Zeit vorwiegend am kleinen Pool, da Robin (5 Jahre) noch nicht so richtig schwimmen konnte und Tim (10 Jahre) bereits am 2. Tag einen Freund gewann mit dem er sich am großen Pool vergnügte. So nah das Meer und für uns Erwachsene somit doch so fern. An den Poolbars konnte man ab 10.00 Uhr Getränke aller Art (Achtung Alkies werden erst ab 11 bedient) bekommen. Desweiteren gab es für Spätaufsteher an der großen Poolbar ab 11.00 Uhr ein Langschläferfrühstück, welches mit verschiedenen Brötchen und Marmeladen ausgestattet war. Kuchen und Eis gab es an beiden Bars den ganzen Tag. Inzwischen gibt es an großen Pool einen fest installierte Pizzaofen, man muss also noch nicht mal ins Restaurant. Ab 16.00 Uhr wurde der Nachmittagssnack gereicht. Von Sandwichs über Pizza wechselte täglich das Angebot. Ab und an kündigten die Köche mit Trommeln und Gesang ihr Essen an. Gegen 19.00 Uhr begaben wir uns täglich zum Abendessen, da wir auf der Restaurantterasse einen guten Platz ergattern wollten. Das Abendessen konnte man von 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr einnehmen. Die Buffet-Themen wechselten täglich. Natürlich wiederholten sie sich auch immer mal wieder. Für uns war das Essen aber einfach klasse! Sonntags gab es ein Gala-Dinner mit frisch gegrilltem Hummer. Aber auch an den anderen Tagen wurde viel gegrillt. Von Rinderfilet über Döner.... es war alles dabei und schmeckte uns auch sehr gut. Verhängnisvoll für Renée war vor allem das Dessert-Buffet. Es müssen pro Abend so an die 20 verschiedene Nachspeisen dargeboten worden sein. Hier anzumerken ist, dass der ägyptische Rotwein (ein Cabernet Sauvignon) sehr gut zu trinken war, hicks.

Um 20.45 Uhr fand täglich die Familiendisko statt und dann ab 21.30 das Erwachsenen-Programm. Robin war ab 20.45 Uhr nicht mehr gesehen und auch Tim vergnügte sich in der Anlage. Wir Erwachsenen fanden uns nach dem Essen meistens an der großen Poolbar ein, wo es ab und an auch Live-Musik (und jeden Abend Caipi) gab. Zum Strand lief man gemütlich zwischen 5 und 10 Minuten. Auch dort wurden Säfte und Wasser sowie Snacks gereicht. Genug Liegen waren vorhanden. Seit letztem Jahr gibts am Strand eine gemauerte Bar mit allen Getränken und kleinen Snacks.

Dann waren wir natürlich auch schnorcheln und tauchen: Leider war das Wasser insgesamt nicht so klar, wie wir es bisher gewohnt waren. Vielleicht mag es einfach an den Temperaturen von 28° bis 30° gelegen haben. Es befanden sich recht viele Schwebeteilchen im Wasser, welche unsere Fotos auch leider ein wenig entstellt haben. Aber insgesamt kann man das Schnorcheln am eigenen Hausriff nur empfehlen. Die Fische waren sehr vielfältig. Bei jedem Schnorchelgang sahen wir Rotfeuerfische, Doktorfische, Drücker, Anemonen mit Fischen, oft einen Krokodilsfisch und sogar eine weiße Muräne und und und...

Die Tauchbasis der Extra-Divers war akkurat und alle insgesamt sehr freundlich. Das Einchecken sowie der Checkdive waren unproblematisch. Ein Tauchgang kostete EUR 15 zzgl. Bootstour. Die Kurztrips lagen bei EUR 10 und die Tagestour bei EUR 20. Die insgesamt 6 gemachten Tauchgänge waren sehr schön. Hier sollten sich die Leser einfach von den Fotos inspirieren lassen. Ganz wichtig für alle die vorhaben am Panorama-Riff zu tauchen! Auf 3 Meter Tiefe gibt es eine Anemonenlandschaft. Hier kann man eine etwas versteckte aber wunderschöne und seltene Prachtanemone finden. Leider hatten wir unseren Film schon voll. Die Landschaft befindet sich an der südlichen Ecke, wo die Boote normalerweise festmachen.

Wie alles ging auch dieser Urlaub dann zu Ende :-( Da unser Zimmer uns nur bis 12.00 Uhr zur Verfügung stand und unsere Abreise erst 13 Stunden später war, erklärte uns das Hotelmanagement, dass wir noch bis 18.00 Uhr kostenlos auf den Zimmern verweilen dürften. Da wir aber den Hals nicht vollgekriegt haben, haben wir bis 24.00 Uhr nachgebucht und dafür EUR 30,00 bezahlt. So konnten wir ganz entspannt den Tag verbringen und abends in Ruhe die Koffer packen. Das Resume unseres Urlaubs: Wir kommen bestimmt wieder :-)))) Natürlich gab es auch ein paar Dinge, an denen wir uns nicht ganz so erfreuten. Dies lag aber mehr an den Mitreisenden! Ich habe mich für die Urlauber geschämt, die mit den paar Euros einen All Inclusive Urlaub gebucht hatten und meinten sie hätten die Anlage samt Personal gekauft und könnten sich wie Graf Kotz benehmen, obwohl sie Probleme hatten, mit Messer und Gabel zu essen.

In der 2. Urlaubswoche war das Hotel ausgebucht und die Gläser im Restaurant ziemlich knapp. Trotz allem mussten sich die Mitgäste bewusst ihre alkoholfreien Getränke und manche sogar ihren Wein in Biergläsern holen und die Biertrinker schauten dann einige Male in die Röhre bzw. mussten ihr Bier aus Limogläsern trinken. Trotz Bitten des Personals nahm dieser Zustand leider nicht ab. Die Säfte sowie Soda, Pepsi, 7up, Mirinda konnte man sich den ganzen Tag reinkippen wie man wollte. Auf dem Zimmer im Kühlschrank gab es aber nur eine Flasche Wasser. Eigentlich genügt das auch für den nächtlichen Durst, aber manche zapften sich die 1.5l Wasserflaschen im Restaurant voll mit Limo oder Cola, wobei die Hälfte daneben ging und sich regelmäßig Schlangen vor dem Zapfhahn bildeten. Es war zwar verboten, wurde aber toleriert. Es scheint inzwischen auch erlaubt zu sein, es liegt extra ein Trichter dafür bereit, aber bitte nicht in der Hauptandrangzeit die Zapfanlage blockieren.

Im Buffetbereich gab es einen Kids-Corner. Hier wurden den Kids täglich Pommes gereicht. Meistens mussten die Kinder dann aber leider warten, weil einige Erwachsenen sich anscheinend auch nur von Pommes ernähren wollten. Die Hotelleitung bat bei Ankunft der Gäste, dass die Herren im Restaurant abends lange Hosen tragen möchten. Natürlich hatte nicht jeder Gast unbeschränkt lange Hosen mit. Wir hätten uns ja noch nicht einmal über vernünftige Shorts aufgeregt, aber dann gab es einfach Gäste über die man nur noch lachen konnte. Muskelshirt, Schwimmshorts und Addiletten, den Teller voll Pommes, den einen Arm vorm Teller, den Kopf runter und reinschaufeln. Einfach genial!

Das allbekannte Problem mit den reservierten Liegen ist wohl auch überall verbreitet, wo deutsche Touristen anwesend sind. Es gibt über 1000 Liegen in der Anlage, leider sind nicht genug Schattenplätze vorhanden, wenn die Anlage voll ist. Jeder will mal im Schatten liegen, so haben auch wir öfters gegen 8.00 versucht noch etwas zu ergattern. Aber bitte reserviert doch Liegen nur, wenn ihr sie auch benutzt. Nicht am Strand und am Pool gleichzeitig, nicht um 8.00, wenn man erst um 14.00 für eine Std. kommt und die Liegen auch noch aus dem Schatten in die Sonne zieht, wie diese beiden Damen.

In der 2. Woche wurden alle Handtücher eingesammelt, wo um 10.30 Uhr niemand drauflag. Auch und das hab ich nicht fotografiert, ihr hübschen Damen, legt euch NICHT oben ohne in die Sonne. Egal wie ihr darüber denkt, in diesem moslemischen Land ist das absolut unangebracht und ich kenne zumindest einen Fall in dem ein Kellner deswegen entlassen wurde, weil er seine Augen nicht wegbekam.

Noch eine dringende Bitte an alle Schnorchler (und jeder sollte unbedingt mindestens einmal schnorcheln) und auch die Taucher, die nur ab und an im Urlaub mal tauchen. Ich habe Schnorchler und Taucher gesehen, die mit ihren Flossen Korallen abbrachen, die viele Jahre zum Wachsen gebraucht hatten. Mit den Flossen wurde so wild gepaddelt, dass Anemonen samt Clownsfischen darin völlig versandet wurden. Manche wiederum wollten keine Umwege gehen und trampelten direkt über das Riffdach, man hatte ja Schuhe an, was soll's. Wieder andere sammelten munter drauf los und liefen stolz mit ganzen Korallen in der Hand rum, die sie dann zum Trocknen in die Sonne legten. Für mich sind solche Handlungen völlig unbegreiflich und ich wünsche den Unbelehrbaren einen Stich eines Steinfisches oder dass sie am Flughafen mit den Trophäen erwischt werden (Strafe 1000$, Rückflug wird verpasst).

Zum Schluss eine kleine Warnung!
Im Urlaub wird überall das tätowieren mit Henna angeboten. Henna selber ist ein pflanzlicher Farbstoff der harmlos ist. Damit die Farbe aber schön schwarz wird enthält die Tattoopaste einen Farbstoff, der bekannt dafür ist, Allergien auszulösen. In Ägypten liefen viele, vor allem Kinder mit einem Bildchen auf dem Arm herum. Teilweise aber auch flächendeckende Gemälde auf dem Rücken oder dem Bauch. Das Zeugs hinterlasst bei sehr vielen Personen ca. 1-2 Wochen später eine üble allergische Reaktion an der bestreffenden Stelle, die mit Kortison behandelt werden muss und wochen- oder monatelang nicht verschwindet. Narbenbildung oder Pigmentstörung können bleiben.

Oft gestellte Fragen:

Ist es im Sommer nicht zu heiß?
Ja, es ist heiß, verdammt heiß, ABER es ist eine trockene Wüstenhitze. Wenn man sich nicht körperlich anstrengt schwitzt man nicht (meint man), da der Schweiß sofort verdunstet. Vor allem aber sind 40 Grad in der Wüste erheblich besser auszuhalten als klebrig feuchte, schwüle 30 Grad in der Türkei. Und eins für alle Eltern, den Kindern macht die Hitze überhaupt nichts aus. Die beklagen sich nie und toben den ganzen Tag rum. Kindern tut man mit der Hitze nichts schlimmes an, nur Erwachsene mit Übergewicht oder 2 Promille haben eventuell darunter zu leiden.

Braucht man Badeschuhe, wo sind die Korallen?
Das eigentliche Riff liegt ca. 100-200m vom Strand entfernt. Man schwimmt ein kurzes Stück, läuft dann über eine Sandbank und erreicht durch einen Durchbruch das Riff. Es liegt also nicht direkt am Ufer und man kann deshalb dort auch schwimmen, was nicht überall in Ägypten so ist. Badeschuhe muss man deshalb nicht unbedingt haben, aber kleien Kinder sollten sie trotzdem tragen, da immer mal Steine und spitze Korallenstückchen im Sand liegen.

Man hört soviel von schrecklichen Durchfällen.
Das mit dem Durchfall muss man etwas genauer betrachten. Im Hotel wird sehr auf Sauberkeit geachtet. Salat und Obst werden mit speziell aufbereitetem Wasser gewaschen. Wir haben ALLES was angeboten wurde auch gegessen und auf nichts Rücksicht genommen. Die Quittung waren ein paar Tage leichter Durchfall, einfach eine Folge der ungewohnten aber  ungefährlichen Bakterien, der fremden Gewürze, der eiskalten Getränke usw. Das ist völlig normal und harmlos, weil es auch das Wohlbefinden nicht beeinträchtigt. Hier von wird ca. 3/4 der Touristen etwas abbekommen und hat mich auch in Spanien oder der Türkei nicht verschont.
Einige wenige (~5%) werden sich aber für uns ungewohnte Bakterien einfangen, die zusätzlich zum Durchfall auch noch Übelkeit und manchmal etwas Fieber bringen. Hier gibt's nur eins, lasst die Hausapotheke zu Hause und geht zum Hotelarzt. Der gibt Euch ein Antibiotikum und die Sache ist in 3 Tagen erledigt. Auf keinen Fall mit Immodium und Kohletabletten selber rumdoktern. Es macht die Sache nur schlimmer. Auf Deutsch gesagt, der Scheiss muss raus und nicht verstopft werden. Ist zwar kein tolles Erlebnis im Urlaub, aber man fährt ja 2 Wochen, da belieben auch noch ein paar schöne Tage.

Ist Ägypten in diesen Tagen politischer Unruhen, Terroristen und Krieg nicht zu gefährlich?
NEIN, in den letzten 20-30 Jahren des Tourismus in Ägypten ist es einmal zu einem schlimmeren Vorfall gekommen. EINMAL und nicht wie in Spanien mehrmals jährlich. Diese Gefahr ist in jedem europäischen Land größer und in der Türkei noch viel größer. Nur denkt da niemand dran. In Ägypten wird alles bewacht um den geldbringenden Tourismus zu schützen. Ausflüge nach Luxor oder den Pyramiden werden im bewachten Konvoi gemacht, Hotels haben Wachmannschaften und Metalldetektoren, aber nicht weil es so gefährlich ist, sondern weil Ägypten sehr darauf achtet, das nichts und niemand den Tourismus gefährdet.
(Edit: Am 23.7.05 gab es Selbstmordanschläge in Sharm el Sheikh, ja es ist gefährlich, denn gegen solche Attentate ist man machtlos. Es kann einen überall erwischen, vielleicht sogar beim Einkaufen zu Hause)

 


Makadi Überwasser   <--  zu den Bildern -->   Makadi Unterwasser

Panoramabilder Makadi Bay (Vorsicht, viele Bytes, nur ab ISDN)

Kein Menü? Hier geht's zur Startseite